Pubertät bei Hunden

Pubertät bei Hunden

Ihr erkennt euren süßen Welpen kaum wieder? Er hört nicht mehr auf euch, er verweigert die einfachsten Befehle, er zerstört sein Hundebett, er streitet neuerdings mit Artgenossen und jagt plötzlich allem Möglichen hinterher. Ganz klar: Er steckt in der Pubertät! Rauft ihr euch deswegen verzweifelt die Haare? Dann haben wir gute Nachrichten für euch: Das ist ganz normal. Und das geht vorbei!

Das ist wie bei Teenagern: Euer Hund ist auf einem anderen Stern.

Wie stark und in welcher Form sich euer „Pubertier“ daneben verhält, ist sehr verschieden. Aber ihr könnt euch sicher sein: Eurer Hund macht das nicht, um euch zu ärgern. Er wächst in dieser Phase rasant heran, entwickelt sich weiter und hat mit den körperlichen Umstellungen ganz schön zu kämpfen. Veränderungen im Gehirn und hormonelle Schwankungen sind Schuld daran, dass euer Hund so unberechenbar geworden ist. Die Pubertät ist eine anstrengende, aber auch eine sehr wichtige Phase in seiner Entwicklung. Für euch beide übrigens. Denn in der Pubertät wird die Bindung zwischen Hund und Mensch gefestigt. Deshalb solltet ihr diese Zeit gut nutzen. Mit Geduld und Konsequenz könnt ihr eurem Fellfreund in dieser chaotischen Phase Sicherheit und Orientierung geben und das wird mit Vertrauen belohnt. Wie ihr erkennt, dass euer Hund tatsächlich in der Pubertät angekommen ist.

Gerade eben noch folgsam, im nächsten Moment total aufmüpfig

Dass euer Hund in der Pubertät steckt, merkt ihr vor allem an Stimmungsschwankungen und Sprunghaftigkeit. Er hört plötzlich nicht mehr und verweigert erlernte Kommandos. Manchmal schwingen auch Angst, Aggression, Stress oder Nervosität mit. Ja, wirklich: Genau wie bei Teenagern. Ganz hundetypisch ist das Revierverhalten. Der Hund versucht, neuen Raum zu erobern. Zum Beispiel das Sofa, das ihm eigentlich verboten ist. Und sein Sexualinstinkt ist geweckt. Hunde des anderen Geschlechtes werden interessant – denn jetzt kommt der Fortpflanzungstrieb durch. Das macht übrigens selbst vor kastrierten Tieren nicht Halt! Apropos keinen Halt! Es wird allem hinterhergehetzt, was vor die Schnauze kommt: der Nachbarkatze, Kaninchen oder auch dem Briefträger. Egal ob mit oder ohne Jagdhund im Blut. Die Pubertät setzt je nach Hunderasse und Geschlecht zwischen dem 7. und 12. Lebensmonat ein. Hündinnen fangen meist früher an als Rüden, und bei ihnen gibt die erste Läufigkeit ein klares Startsignal. Bei einem Rüden ist der Übergang zum Halbstarken fließender, aber ein kleines Zeichen gibt er euch auch: Ihr werdet merken, dass er zum ersten Mal beim Pinkeln sein Bein hebt und eine Markierung setzt.